Unsere Gemeinde

berg

Geographische Lage: Österreich, Bundesland Kärnten, Bezirk Spittal an der Drau (Oberkärnten) Südlich der Hohen Tauern, zwischen der Kreuzeckgruppe und den Gailtaler Alpen, liegt das Obere Drautal – mit dem Hauptfluss, der DRAU. Berg im Drautal liegt zwischen den Orten Greifenburg (Osten) und Dellach im Drautal (Westen), 35 Kilometer von Lienz (Osttirol), bzw. 37 Kilometer von Spittal an der Drau entfernt.

Bergimpressionen

Landschaft: Nördlich der Drau, auf der Sonnenseite, überwiegen in den Hochgebirgsregionen sanft gerundete, grasbewachsene Glimmerschiefer- formationen. An den Berghängen (800 – 1.500 m Seehöhe) und im Tal (600 – 700 m Seehöhe) gibt es ausgedehnte Wiesen und Wälder mit Fichten- und Lärchenbeständen. Südlich der Drau (Schattseite) bilden schroffe Kalkwände und steil abfallende Hänge mit dichten Nadelwäldern einen eindrucksvollen Gegensatz zur Nordseite. Die malerische Aulandschaft der Drau kann ebenfalls als Besonderheit angeführt werden.

Klima: Das Obere Drautal kann auf ein äußerst mildes Klima verweisen, welches durch die warmen Mittelmeerlufteinströmungen und die abhaltende Wirkung der Hohen Tauern gegen Witterungseinflüsse aus dem Norden bestimmt wird.

Ortschaften: nördlich der Drau: Berg, Frallach, Goppelsberg, Oberberg, Schlußnig, Emberg, südlich der Drau: Berg-Tratten, Ebenberg, Feistritz

wirtschaftl. Schwerpunkte: Tourismus und Landwirtschaft

Gemeindevertretung:

Bürgermeister: LAbg. Ing. Ferdinand Hueter (ÖVP)

1. Vizebürgermeister: Wolfgang Kren (ÖVP)

2. Vizebürgermeister: Wolfgang Jester (BFB)

Gemeinderat (seit 20105):6 ÖVP, 4 BFB, 3 UBL, 2 SPÖ

Partnergemeinde: Lohfelden (BRD, Hessen)

Partnerschaft
 

Sehenswürdigkeiten:

kirche12 Pfarrkirche Mariä Geburt
karner Karner „Michelele“ mit kunsthistorisch bedeutsamen Fresken
athanas Kirche St. Athanasius, im Volksmund St. Athanas genannt, ehemalige Wallfahrtskirche, Gottesraum der koptischen Christen, Raum für geistliche Konzerte – St. Athanas-Konzerte
gaisloch Geißlochklamm mit Kalkbrennofen: begehbare Klamm, am Beginn steht ein renovierter Kalkbrennofen als Erinnerung an die Kalkgewinnung, die in dieser Gegend bis Ende der 1950-er Jahre durchgeführt wurde.
ochsenschlucht Ochsenschluchtklamm: wildromantische Schlucht mit geologischen Besonderheiten, Aufführungsort/Freilichtbühne für größere Theaterereignisse wie „Berger Jedermann“ und „Totentanz“
statue  Der Berger Bildhauer Hans-Peter Profunser schuf als Mahnmal für das neue Jahrtausend eine Marmorskulptur. Sie weist darauf hin, dass sich die Entwicklung des technischen Fortschrittes in keiner Relation mit der Entwicklung der Menschen der Menschen im Umgang miteinander verhält. Standort: Ortskern – neben der Berger-Bach-Brücke

Geschichte:

Berg im Drautal wird urkundlich erstmals 1267/68 als „Perige“ (latein. Form „Mons“) im Urbar der landesfürstlichen Burg Greifenburg sowie etwa zur selben Zeit auch im Urbar der Pfarrkirche Berg erwähnt. Der Ortsname Berg kann aber auch in Zusammenhang mit „Bergwerk, Bergbau“ stehen, existierte doch in der Nähe alter Silber- bzw. Kupferbergbau bei Draßnitz nördlich von Dellach und in der Gnoppnitz.

Herrschaftsgeschichte:

„Perige“ wird erstmals im Urbar des landesfürstlichen Hauptschlosses Greifenburg aus dem Zeitraum 1267 Jänner 6 – 1268 Jänner 6 erwähnt. Dieses – nur im Fragment erhaltene – Verzeichnis der herzöglichen Eigengüter in der Herrschaft Greifenburg enthält die Namen der Hintersassen und die von diesen zu leistenden Steuern. Es wurde anläßlich der geplanten, jedoch nie zustandegekommenen Erbteilung unter den Söhnen des 1256 verstorbenen Herzogs Bernhard von Kärnten, Ulrich III. und Philipp, angelegt. Darin wird von jeder Hube angegeben, welcher Untertan diese innehatte und was er davon an Getreide, Victualien und Geld zu zinsen hatte.

Berg gehörte somit zur landesfürstlichen Herrschaft Greifenburg! – Diese war seit ca. 1230 der einzige Oberkärntner Besitz der Spanheimer Herzöge von Kärnten. Durch die Entwicklung zu einem selbständigen Landgericht bildete dieses Gebiet eine Enklave im Machtbereich der Grafen von Görz. Als Graf Meinrad III. von Görz die Burg Greifenburg im Jahre 1252 belagerte, wurde er von Philipp von Spanheim entscheidend geschlagen. Nach dem Tode Herzog Ulrichs III. (1269) ging Greifenburg in den Alleinbesitz Philipps, des Erwählten von Salzburg über, der es in seinem Testament 1279 der Salzburger Kirche vermachte. Aber schon 1295 war Greifenburg wieder im Besitz des Kärntner Herzogs Meinhard von Görz-Tirol, der hier am 1.11.1295 starb. Im Jahre 1331 verpfändete sein Sohn Herzog Heinrich die Feste samt Gericht und Burghut dem Pfleger zu Greifenburg, Sweiker von Liebenberg. 1335 nahm Graf Albert III. von Görz ihm diese ab und überließ sie den Herzögen Albrecht und Leopold von Österreich. Das in der Folge meist verpfändete Greifenburg kam 1460 (Friede von Pusarnitz) an den Landesfürsten zurück und es erfolgte der Wiederaufbau der durch die Görzer zerstörten Burg. Im Jahre 1537 verkaufte König Ferdinand die Herrschaft Greifenburg Gabriel Salamanca, dem Grafen von Ortenburg, zu friem Eigen. 1626 kam sie durch Kauf an Hans Christoph Bremb, den damaligen Vizedomamstsverwalter in Kärnten, 1677 von den Grafen Kronegg an Georg Niklas Graf Rosenberg, dem das Schloß die bis heute bestehende Ausstattung verdankt.

Geschichte

Historische Entwicklung:

Die Ortsgemeinden sind aus den Jurisdiktionen der Zeit Maria Theresias hervorgegangen, haben sich aus den josephinischen und franziszeischen Steuergemeinden entwickelt sowie im Villacher Kreis (Oberkärnten) aus den Mairien und Kommunen während der französischen Herrschaft gebildet. 1789 war Berg eine Katastralgemeinde des Steuerbezirkes Greifenburg, ebenso Emberg und Gugisberg (1829 Goppelsberg). Maßgebend für die Bildung der Ortsgemeinden wurde das provisorische Gemeindegesetz vom 17.03.1849.

Damals war die Gemeinde Berg eine der 11 Ortsgemeinden des Bezirkes Greifenburg und bestand aus den Katastralgemeinden Berg (494 Einwohner) und Goppelsberg (258 Einwohner). Emberg war damals eine eigene Ortsgemeinde mit 267 Einwohnern. Auf Grund der Gemeindeordnung vom 15.03.1864 traten durch Neubildung mehrerer Ortsgemeinden Änderungen ein, u.a. kam die bisherige Ortsgemeinde Emberg zur Ortsgemeinde Berg, die nunmehr aus den Katastralgemeinden Berg (470 Einwohner), Emberg (238 Einwohner) und Goppelsberg (249 Einwohner) bestand.

Weitere Änderungen im Grenzverlauf der Gemeinde Berg zu ihren Nachbargemeinden erfolgten erst im 20. Jahrhundert. Mit Verordnung vom 18.12.1963 wurde die Grenze zwischen den Gemeinden Berg und Bruggen geändert.

Mit Wirkung vom 1. Juli 1965 wurde der Name der Gemeinde Berg in „Berg im Drautal“ geändert. Auch das Gesetz vom 29.06.1972 über die Neuordnung der Gemeindestruktur in Kärnten, das mit 1.1.1973 in Kraft getreten ist, brachte kleinere Korrekturen im Verlauf der Grenzlinie zwischen den Gemeinden Berg im Drautal und Dellach im Drautal.

Unser Gemeindewappen:

tmb_wappen

Die Bevölkerung von Berg im Drautal hat im Jahr 1988 in demokratischer Form ihr zukünftiges Wappen aus vier Vorschlägen ausgewählt. Rund 80% der Gemeindebürger beteiligten sich an der Abstimmung – 65% entschieden sich für das jetzige Gemeindewappen.

Die grüne Silhouette des Jaukenmassivs als den dominierenden und vielleicht auch namengebenden „Berg“, durchquert vom silbernen Wellenbalken der Drau („Berg im Drautal“) bildet den Schildgrund.

Die Farbkombination Grün-Silber würde gewählt, um die Bedeutung der Landwirtschaft (grün) im Gemeindegebiet hervorzuheben, bzw. um das Wappen von denen der Nachbargemeinden abzusetzen.

Das Hauptmotiv zeigt die Pfarrkirche Mariä Geburt mit dem Rundkarner flankiert von einer silbernen Marienkrone bzw. einer silbernen Bischofsmütze mit gekreuztem Krumm- und Kreuzstab. Diese Symbole sollen den Bezug zu den Patrozinien der beiden Kirchen von Berg, der Pfarrkirche Mariä Geburt und St. Athanasius, herstellen.